Zukunft der Sauna Weingarten: Entscheidung am 24. März – Ein unglaubliches Rechenmodell
Am 24. März fällt die Entscheidung, ob die Sauna in Weingarten weiterbetrieben wird. Der Förderverein Bäder hat eine beeindruckende Kalkulation aufgestellt, die zeigt, dass der Weiterbetrieb wirtschaftlich sinnvoller sein könnte als die Schließung. Doch es bleibt ein gewisses Risiko.
Eintrittspreise als entscheidender Faktor
Aktuell kostet eine Einzelkarte für die Sauna inklusive Hallenbad-Nutzung 17,50 Euro. Laut den Berechnungen von Wolfgang Glaser, dem Vorsitzenden des Fördervereins Bäder, wäre ein Eintrittspreis von 24 Euro notwendig, um die Sauna rentabel zu machen. Eine Umfrage des Vereins ergab, dass viele Stammgäste bereit wären, diesen Preis zu zahlen, da es in der Umgebung keine günstigere Alternative gibt.
Die wirtschaftliche Rechnung des Fördervereins
Glasers Kalkulation zeigt, dass die Stadt Weingarten bei einem Weiterbetrieb der Sauna jährlich um 30.000 Euro besser dastehen würde als bei einer Schließung. Der Grund: Bestimmte Fixkosten von rund 92.000 Euro, die aktuell von der Sauna getragen werden, müssten sonst auf andere Kostenstellen umgelegt werden. Zudem würden hohe Rückbaukosten von etwa 400.000 Euro entfallen, wenn die Sauna erhalten bleibt.
Besucherzahlen als Unsicherheitsfaktor
Die größte Unbekannte bleibt die Besucherzahl. Stadt und Förderverein gehen von rund 16.000 Gästen pro Jahr aus – und das ohne jegliches Marketing. Der Förderverein plant daher eine umfangreiche Werbekampagne, um neue Gäste zu gewinnen und die Attraktivität der Sauna weiter zu steigern.
Engagement der Sauna-Freunde
Neben den wirtschaftlichen Aspekten ist das persönliche Engagement der Sauna-Freunde beeindruckend. Mitglieder des Arbeitskreises Sauna haben zugesagt, notwendige Sanierungsarbeiten in Eigenleistung zu übernehmen. Zudem wurde eine CO2-Berechnung durchgeführt: Sollte die Sauna schließen, würden viele Gäste in weit entfernte Saunen ausweichen. Dies würde einen zusätzlichen CO2-Ausstoß von rund 73 Tonnen pro Jahr verursachen.
Finale Entscheidung am 24. März
Mit mittlerweile 300 Mitgliedern und intensiven Bemühungen für den Erhalt der Sauna setzt sich der Förderverein aktiv für eine nachhaltige Lösung ein. Am 24. März wird sich im Gemeinderat entscheiden, ob die Sauna eine Zukunft hat. Bleibt abzuwarten, ob die Argumente des Vereins die Entscheidungsträger überzeugen können.